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Globeboot 2015 - Kanupolo

Mehr als 20 Jahre ist es her, so gehen die Berichte, dass Oberalster zuletzt an einem Kanupolo-Turnier teilgenommen hat. Nun ist dieser Zeit ein Ende gesetzt. Fünf wackere blau-gelbe Kämpen stellten sich der Herausforderung durch die anderen Hamburger Vereine und zogen, unterstützt durch zwei Spielerinnen der Gesamtschule Mümmelmannsberg (GSM) und einen angeheuerten ehemaligen Haudegen der Konkurrenz, am Wochenende des 18./19. April in die Schlacht.

Im Rahmen der seit 25 Jahren auf dem Hamburger Stadtparksee stattfindenden, von Globetrotter ins Leben gerufenen Globeboot, einem mittlerweile auf mehr als 20.000 Besucher gewachsenen Outdoorfestival, wird alljährlich das ebenso genannte Turnier vornehmlich von Hamburger Mannschaften ausgefochten. Dieses Jahr nun also unter Oberalsteraner Beteiligung.

Nachdem wir den gesamten Winter, bis auf drei Termine, jeden Dienstag nicht selten bei nur zwei Grad (Wasser- und Lufttemperatur) auf der Alster durchgespielt hatten, fühlten wir uns durchaus ganz gut vorbereitet. Zumindest die frischeren Temperaturen Mitte April sollten uns nichts anhaben können. Zwar herrscht bei uns nach wie vor „Damenmangel“, ein tatsächliches Problem, denn die meisten dieser Funturniere werden im „Mixed-Modus“ ausgetragen, was bedeutet, dass pro Mannschaft immer je eine Dame mit auf dem Spielfeld sein muss, doch konnten wir uns glücklicherweise durch zwei Nachwuchsspielerinnen der GSM verstärken und so unsere Spielfähigkeit herstellen. Nach weiterer Ergänzung durch einen ehemaligen aber immer noch sehr durchsetzungsfähigen Spieler des Vereins Schwalbe und nicht zuletzt durch die Expertise unserer beiden Altmeister Peter und Jörg, sollte einem fulminanten Auftakt der Saison 2015 also nichts mehr im Weg stehen.

Am Sonnabendmorgen bestritten wir dann unser erstes Spiel des Tages gegen Ratzeburg, einer der beiden mutmaßlich stärksten Mannschaften des Wettbewerbs, die uns, so war es zu erwarten, auch anständig vermöbelten. Im zweiten Spiel um den Mittag gegen eine gut aufgestellte HKC Mannschaft gelangen zwar ein solider Spielaufbau und ansehnliche Spielzüge, die jedoch nicht mit dem Spielgewinn belohnt wurden. Im dritten und letzten Spiel des Tages gegen die Süderelber lag es dann nur noch an der Chancenverwertung und unverhofftem Glück des Gegners, die eigentlich gegebene Überlegenheit nicht in einem entsprechenden Ergebnis veranschaulichen zu können. Kein optimaler Turnierauftakt zumal damit alle Spiele der Vorrunde verloren und die Aussichten auf eine gute Endplatzierung dahin waren. Aber auch kein Worst Case, da zumindest die beiden letzten Spiele gegen befreundete Mannschaften gingen, gegen die zu spielen immer ein Vergnügen ist.

Unser erstes Spiel am Sonntag fand dann leider gegen die andere top-favorisierte Mannschaft, die Schwalben, statt, die auch umgehend ihre Titelanwärterschaft unter Beweis stellte und uns eine empfindliche Niederlage beibrachte. Eine eins hatten wir beide im Ergebnis. Unser Gegner aber leider eine Null mehr. Die sich aus dem Spielsystem ergebenden Paarungen führten dann erstaunlicherweise dazu, dass wir für die beiden letzten Spiele des Vortages jeweils eine Revanche erhielten. So spielten wir erneut gegen den HKC und Süderelbe. Eigentlich sollte dies ja Anlass zur Motivaton sein, doch dieser erneut ernüchternde Spieltagsbeginn hatte uns einen spürbaren Dämpfer versetzt und ließ nun weniger denn je gelingen. Es lief nicht mehr viel zusammen. So kassierten wir gegen beiden Teams abermals Niederlagen, die zumindest im letzten Spiel sicher nicht nötig gewesen wären. Unsere Endplatzierung bedarf dann hier auch keiner weiteren Erwähnung.

Die Niederlagen taten aber dem Ganzen keinen Abbruch. Mit einer zusammengewürfelten Mannschaft, die beinahe zur Hälfte noch nie miteinander gespielt hatte und demgemäß weder eingespielt noch abgestimmt war, durften wir nun auch nicht wirklich nach den Sternen greifen. Es hat nichtsdestotrotz sehr viel Spaß gebracht, im Kreis der Hamburger Polofamilie mal wieder ordentlich zu zocken, wie es hier gerne genannt wird. Das traumhafte frühsommerliche Wetter mit strahlendem Sonnenschein und die vibrierende Festivalatmosphäre taten ihr Übriges.

Schließlich bleibt der Erkenntnisgewinn, dass wir noch viel zu lernen haben. Erste Defizite sind adressiert und Verbesserungen wurden angeregt. Weiter geht es am 31. Mai, dem ersten Spieltag des HKV Pokals, beim Biller Wassersportverein Schwalbe.

Keine Termine

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Kanu Ausbilder2018

Kanusport

Unser Oberalster Verein für Wassersport wurde vor über einhundert Jahren zunächst als reiner Kanusportverein gegründet. Er ist damit einer der ältesten deutschen Kanusportvereine und war 1912 auch Mitbegründer des Deutschen Kanusport Verbands DKV. Derzeit wird bei Oberalster eine breite Palette der verschiedenen Kanusport-Disziplinen angeboten. Im Wettkampfbereich besteht eine Ausrichtung auf den Wildwasserrennsport, der vor allem von unseren Jugendlichen mit großem Erfolg betrieben wird; ein Schwerpunkt liegt bei uns schon immer in der Kinder- und Jugendarbeit. Am zahlreichsten sind daneben unsere Wanderpaddler, die oftmals in selbstorganisierten Touren unterwegs sind. Dazu kommt das Wildwasserpaddeln, das bei Oberalster ebenfalls eine lange Tradition hat. Und auch das Kanupolo wird bei uns, wenngleich zum reinen Vergnügen, mit viel Leidenschaft gespielt.

Es gibt bei Oberalster regelmäßig Anfängergruppen, auch in Verbindung mit dem bei uns stationiertem Uni-Breitensport, in denen die Grundtechniken des Paddelns erlernt werden können. Und für die Fortgeschrittenen gibt es mit unserem umfangreichen Bootsbestand viele Möglichkeiten, Techniken zu verbessern und Leistungsgrenzen auszuloten.

Wer sich nun auf dem Wasser einmal ausprobieren will, ist herzlich eingeladen, sich bei unserer Abteilungsleitung oder einem der Übungsleiter zu melden. Mitmachen ist immer kurzfristig und unbürokratisch möglich.

© 2015 Oberalster V.f.W.

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