Frühjahrspaddelwochenende Mölln 2014

Im letzten Jahr bereits angedacht und in diesem Jahr dann umgesetzt, fand vom 4.-6. April das Frühjahrspaddelwochenende in Mölln statt.

Dazu trafen wir, das waren Anne, Carsten, Reinhard, Horst und Thilo, uns am Freitagnachmittag, um flugs unsere Boot aufzuladen und nach Mölln in die idyllisch direkt am Möllner Schulsee gelegene und liebevoll eingerichtete Pension „Seeschlösschen“ von Horst zu fahren. Ein noch für den Abend geplanter Kurzausflug auf die Stadtseen fiel wegen anhaltendem Regen ins Wasser und wir wechselten kurzerhand das Ziel und ließen den Abend bei einem leckeren Essen im sehenswert urigen „Cafe am Markt“ ausklingen.

Den nächsten Morgen verstärkte uns dann noch Rüdiger, der aus Hamburg mit der Bahn anreiste und uns noch am Frühstückstisch erwischte. Drei weitere Kandidaten sagten in Anbetracht des wechselhaften Wetters leider ab und so starteten wir zu sechst auf die erste Tour des Tages. Am eigenen (!) Anleger in Horsts Garten stiegen wir in die Boote und fuhren an der malerischen Möllner Altstadt vorbei, vom Schulsee in den Stadtsee und schließlich in den Ziegelsee, von dem es dann Richtung Norden auf den Elbe-Lübeck-Kanal ging. Zwischendurch machten wir noch einen kleinen Abstecher auf die Steinau und bestaunten die dortige Frühlingsflora. Als die Donnerschleuse auf dem Kanal in Sicht kam, wendeten wir, um den Schleusenwärter nicht zu unnötigen Vorbereitungen zu unserer Schleusung zu veranlassen. Auf dem gleichen Weg wie hin, ging es dann zurück bis zur Pension. Dort angekommen standen immerhin schon über 16 km auf der Uhr.

Nach einer kleinen Mittagspause entschieden wir uns spontan, auf der anderen Seite der Pension auf dem Mühlenbach einzusetzen und uns gen Süden zu bewegen. Das Wasser war bemerkenswert klar und das Gewässer nicht sehr tief, so dass man sehr gut beobachten konnte, was so alles unter einem war. Entdeckt wurden dabei u.a. ein beachtlicher Karpfen und ein kapitaler Hecht. So kamen wir erst auf den Mühlenteich und dann auf den Hellbach, der uns nach einem kurzen Umtragemanöver auf den Schmalsee führte, von dem es auf den Lütauer See ging. Beide Seen beeindruckten durch die Kulisse des sie vollständig einschließenden, dichten Waldes und gaben einem das Gefühl, deutlich weiter ab der Zivilisation zu weilen, als dem tatsächlich war. Nachdem wir uns mit unseren langen Seekajaks noch durch einen urwüchsigen Durchfluss zum nächsten See, dem Drüsensee, gemüht hatten, statteten wir diesem jedoch nur einen kurzen Blick ab, denn die Befahrung war noch bis Mai aus Naturschutzgründen untersagt. Erneut drehten wir und fuhren auf gleichem Weg zurück zur Pension.

Das Abendprogramm nach diesem erlebnisreichen Tag bestand dann in der Überprüfung des als unglaublich beschriebenen Preis-Leistungsverhältnisses eines ansässigen Wirtshausbetreibers, dessen Schnitzel weit über Mölln hinaus gelobt werden. In der Tat beeindruckte der ehemalige Schiffskoch mit Portionen, die dem Tagewerk eines Matrosen angemessen erschienen und die für uns zur letzten körperlichen Herausforderung des Tages werden sollten.

Am Sonntagmorgen setzten wir nach kurzer Autofahrt, begleitet vom Ruf eines nicht zu ortenden aber umso mehr zu hörenden Kranichs, am Schaalseekanal ein, der kurz darauf in den Salemer See mündete. Diesem schloss sich der Pipersee an, dem dann der Phulsee folgte. Die beiden letztgenannten waren wieder wunderschöne, beinahe unberührt anmutende Waldseen, die in völliger Stille vor uns lagen und einen mitunter ganz unbewusst dazu brachten, sich nur noch flüsternd zu unterhalten. Nach der Ausfahrt aus dem Phulsee machte das Gewässer dann auf und es lag die Weite des Schaalsees vor uns. So sehr es gereizt hätte, dieses doch schon größere Gewässer noch zu befahren, so 
verboten ist es leider. Amtliche Ausnahmegenehmigungen sowie gebührenpflichtige private Befahrungserlaubnisse sind dafür die Voraussetzung und mithin eine zu hohe Hürde für unseren Tagesausflug. So blieb es beim schmachtenden Blick in die Ferne, der kurz darauf auf dem Rückweg aber durch die Andächtigkeit der Waldseen schnell wieder vergessen war. Im Nu waren wir dann auch schon wieder zurück am Einsetzpunkt und bald auch wieder in Mölln. Eine Abordnung machte sich sodann auf den Weg, um bei dem nächstbesten Konditor die verbliebenen Stücke der Auslage aufzukaufen, so dass wir den Tag noch bei einem üppigen Kaffeeklatsch beschließen konnten. Pünktlich dazu fing es noch in Strömen an zu regnen, wovon wir zuvor, bis auf vereinzelte Schauer, zum Glück verschont geblieben waren. Aber unter einer Veranda bei Erdbeerkuchen macht das dann schon wieder Spaß.

Leider haben wir es uns wetterbedingt nicht getraut, die Wakenitz, die wir usprünglich planten, bis Lübeck zu befahren, in Angriff zu nehmen. Aber so bleibt noch ein Schmankerl für das nächste Jahr, in dem es sicherlich wieder ein Frühjahrspaddelwochenende in Mölln geben wird.

Keine Termine

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Kanu Ausbilder2018

Kanusport

Unser Oberalster Verein für Wassersport wurde vor über einhundert Jahren zunächst als reiner Kanusportverein gegründet. Er ist damit einer der ältesten deutschen Kanusportvereine und war 1912 auch Mitbegründer des Deutschen Kanusport Verbands DKV. Derzeit wird bei Oberalster eine breite Palette der verschiedenen Kanusport-Disziplinen angeboten. Im Wettkampfbereich besteht eine Ausrichtung auf den Wildwasserrennsport, der vor allem von unseren Jugendlichen mit großem Erfolg betrieben wird; ein Schwerpunkt liegt bei uns schon immer in der Kinder- und Jugendarbeit. Am zahlreichsten sind daneben unsere Wanderpaddler, die oftmals in selbstorganisierten Touren unterwegs sind. Dazu kommt das Wildwasserpaddeln, das bei Oberalster ebenfalls eine lange Tradition hat. Und auch das Kanupolo wird bei uns, wenngleich zum reinen Vergnügen, mit viel Leidenschaft gespielt.

Es gibt bei Oberalster regelmäßig Anfängergruppen, auch in Verbindung mit dem bei uns stationiertem Uni-Breitensport, in denen die Grundtechniken des Paddelns erlernt werden können. Und für die Fortgeschrittenen gibt es mit unserem umfangreichen Bootsbestand viele Möglichkeiten, Techniken zu verbessern und Leistungsgrenzen auszuloten.

Wer sich nun auf dem Wasser einmal ausprobieren will, ist herzlich eingeladen, sich bei unserer Abteilungsleitung oder einem der Übungsleiter zu melden. Mitmachen ist immer kurzfristig und unbürokratisch möglich.

© 2015 Oberalster V.f.W.

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