Erste Herren: Bargteheide vs. Oberalster
Geschrieben von: Stefan Preuß , Samstag, 08. November 2008
Ohne einen Rückert in Bestform begnügt sich die erste Herren mit Unentschieden im Oberliga-Nord-Schlagerspiel in Bargteheide
War mehr drin, insgesamt aber o.k., so knapp und der Ansicht sämtlicher übriger OA-Anhänger und Teammitglieder entsprechend punktgenau viel das Resumé von OA-Erste-Herren-Teamchef Inge Gebert nach einem 4,5-stündigen Punktspielmarathon beim Mitaufstiegsfavoriten in Bargteheide aus. „Schade nur, dass Peter Rückert ausgerechnet heute beim Spitzenspiel gegen die ambitionierten Bargteheider sein gewohntes Leitungsvermögen nicht voll ausschöpfen konnte, aber ihm macht selbstverständlich niemand auch nur den geringsten Vorwurf, schließlich hat er sich in der Vergangenheit schon oft genug nicht nur als spielerische, sondern vor allem auch als moralische Stütze unseres Teams bewährt, und ich kann schon jetzt klar äußern, dass ich natürlich auch künftig weiter an einem Sportler wie Peter Rückert festhalte und bezüglich dieses Themas auch keinerlei Diskussionen dulden werde…,“ so Gebert.
„Ich habe mich von Anfang an irgendwie schlapp gefühlt und kann auch nicht sagen woran das genau lag… Für das tolle Publikum hier in Bargteheide tut mir das natürlich leid, aber ich war heut einfach nicht so recht in der Lage wieder den alten Peter Rückert zu präsentieren. Mit meiner Vorhand konnte ich heute nicht den gewohnten Druck entfalten, auf den ich für mein Spielsystem nun einmal angewiesen bin, zu oft habe ich die Bälle nicht voll getroffen oder „gekantet“, was mich selbst schwer verwundert hat, denn beim Training hab ich in den letzten zwei Wochen die Bälle alle noch getroffen wie ich wollte… Einer der Zuschauer hier in Bargteheide fragte mich nach meinem zweiten Einzel, ob ich meine Vorhand beim Umziehen in der Umkleidekabine vergessen hätte… was denn genau los war konnte ich wie gesagt nicht genau sagen, nur so viel als dass ich meine Schwerpunkte im Training bis zu den nächsten anstehenden Wettkämpfen wohl etwas verlagern werde, schließlich gibt es ja dieses Jahr noch ein par Höhepunkte, bevor ich mich dann im Frühjahr daran machen werde, mein erklärtes Ziel zu erreichen, nämlich den Seniorentitel aus dem letzten Jahr erfolgreich zu verteidigen “ so Rückert. Sportsmann Rückert vergisst allerdings nicht, in gewohnt fairer Art seine Gegner für ihre Leistung zu loben: „Bei allem was ich über mein eigenes Spiel gesagt habe darf ich natürlich nicht unerwähnt lassen, dass auch wenn ich heute nicht gut war, meine jungen Gegner wirklich stark gespielt haben und ihre Erfolge gegen mich von daher in jeder Hinsicht in Ordnung gehen.“
Und so verlief die Begegnung im Einzelnen:
Nachdem OA aus den Eingangsdoppeln mit einem 1:2-Rückstand in die Einzelrunden gestartet war, lief für eine Zeit lang scheinbar alles im Zeichen unseres Teams: Vier(!) Fünfsatzbegegnungen in Folge endeten zu unseren Gunsten. Zunächst egalisierte ein starker Gerri Weber einen 0-2-Satzrückstand gegen die gegnerische Nr. 1 Daniel Schildhauer und lochte seinerseits zum Sieg ein, ehe Unser Spitzenspieler Alex Oltmann in einer Nervenschlacht Torben Markscheffel in der Verlängerung des Entscheidungssatzes niederrang. Neuzugang David Borchert rang den amtierenden Deutschen Schülermeister Ole Markscheffel anschließend mit 3:2 nieder. Der Betriebssport-gestärkte Nico Schild schaffte einen Sieg mit dem Selben Ergebnis gegen den ebenfalls zum Kreis der stärksten Schüler Deutschlands des vergangenen Jahres zählenden Clemens Velling, so dass wir zwischenzeitlich mit 5-2 in Führung gingen.
Unser unteres Paarkreuz war dann aber nicht mehr in der Lage, diese 5-Statzsiegesserie fortzusetzen. Stockhammer verlor knapp im Fünften und Peter Rückert erlebte mit den Zuschauern zusammen während seines Spiels gegen Tobias Kutzner ein Wechselbad der Gefühle, wobei er phasenweise seine Klasse aufblitzen lassen konnte, seinem jüngeren Gegner letztendlich jedoch zum verdienten Sieg gratulieren musste.