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Wanderfahrten/Veranstaltungen

WW-Tour Lofer/Saalach - Mai 2004

Das Frühjahr hat begonnen, die Schneeschmelze in den Alpen hat wieder eingesetzt und wir können endlich wieder in Richtung Österreich aufbrechen. Das Ziel der diesjährigen Wildwassertour ist Lofer an der Saalach. Auf dem Weg dorthin machen wir eine Zwischenstation am Seehamer See, um von dort aus den landschaftlich schönen Mangfall befahren zu können. Aber leider macht uns das schlechte Regenwetter einen Strich durch die Rechnung und wir fahren am Sonntag gleich weiter nach Lofer.

Der Campingplatz Park Grubhof in St. Martin bei Lofer liegt in einem ehemaligen Schlosspark direkt am Ufer der Saalach und zählt mit seinen uralten Kastanienalleen zu den schönsten Campingplätzen Österreichs. Er ist großzügig angelegt, mit modernen sanitären Anlagen ausgestattet und bietet gesonderte Bereiche speziell für Paddler. Der Blick auf die Loferer Steinberge mit dem Großen Ochsenhorn (2513 m) ist schon beeindruckend.

 

Loferer Steinberge
Teufelsschlucht, Saalach

Unser Wunsch allerdings, gleich in die Boote zu steigen und auf der Saalach zu paddeln, geht nicht in Erfüllung. Die Saalach führt Hochwasser! Sogar die Lofer Slalom WM mußte am Sonntag abgesagt werden, da die Saalach einfach zuviel Treibholz führte. Die Teufelsschlucht ist als WW V unter solchen Bedingungen einfach nicht befahrbar.

So entscheiden wir uns für eine Wanderung vom Campingplatz längs der Saalach in Richtung Lofer und bekommen einen guten Eindruck davon, welche Schwierigkeiten die Teufelsschlucht für Paddler bereit hält und warum sie ihren Namen zurecht trägt. Das Gefälle, das die Saalach in diesem Streckenabschnitt hat, leistet dabei einen nicht unbeträchtlichen Anteil.

 

Am Montag ist das Wetter besser und wir entscheiden uns für die 18 km lange WW I Strecke von Saalfelden bis zum Kraftwerk oberhalb von Weißbach. Nicht sehr abwechselungsreich, aber zum Einpaddeln völlig ausreichend.

Auch am nächsten Tag ist die Saalach immer noch sehr wuchtig. Nach der Begehung des Einstiegs in Au/Mayerhofen wird die Befahrung dieses zum Teil verblockten Streckenabschnitts mit WW III zuerst einmal verschoben.

Wir setzen weiter unterhalb in Reith ein und paddeln die WW I-II Strecke nach Schneitzelreuth. Die Familie Stainer vom Park Grubhof zeigt sich von ihrer besten Seite und stellt uns kostenlos eine Feuerschale einschließlich einer Karre voll mit Brennholz zur Verfügung. So klingt der Abend mit Grillen und Lagerfeuer doch noch gut aus.

 

Pause in der Kössener Ache
Holger, Uwe und Gabi auf der Kössener Ache

Endlich wird das Wetter besser und fahren nach Kössen in die Chiemgauer Berge, um die Kössener Ache zu befahren. Sie ist zwar als WW I-II Strecke einfach zu paddeln, allerdings gibt es eine Verordnung, die die Befahrung auf die Zeit vom 15.05. bis 15.10. für das 6 km lange Stück einschränkt, so dass man sich dieses Angebot nicht entgehen lassen sollte.

Man durchfährt mit der Entenklamm eine wunderschöne Schlucht. Viele der Kehrwasser sind stark verpilzt, aber es macht allen Spaß bei strahlendem Sonnenschein zu paddeln. Auf der Rückfahrt machen wir noch einen kleinen Abstecher nach St. Johann i.T., um auf der Sommerrodelbahn unsere Abfahrtskünste unter Beweis zu stellen.

Den Abschluß bildet der Besuch der Alm Knappenstadl (Webcam) mit wunderschönem Blick auf die Loferer Steinberge und sehr leckerem Essen. Die Alm ist in ca. 60 min. zu Fuß vom Campingplatz aus erreichbar.

 

Da es Petrus in diesem Jahr nicht immer gut mit uns meint, werden die Paddeltouren immer wieder von Ausflügen unterbrochen. Sei es, dass in Rosenheim ein Abstecher zu den Ausrüstern Prijon oder blue and white gemacht wird oder aber dass uns ein Ausflug in das Berchtesgardener Land führt und dort das Salzbergwerk bzw. der Königssee besucht wird.

Salzbergwerk in Berchtesgarden
"Blick" auf den Königssee

Insgesamt bereitet die Saalach mit Spielstellen wie z.B. der "Bootsrutsche" immer wieder großen Spaß beim Paddeln. Auch abendliche Tischtennistuniere oder Fußball bieten ausreichend Abwechselung im Freizeitprogramm, so dass die Stimmung immer gut war.

Weitere Fotos findet ihr in der Bildergalerie im Internet.

Infos:

 

U. Goldhammer, Wanderwart