Oberalster, Verein für Wassersport

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Wanderfahrten/Veranstaltungen

Fahrt ins Frankenberger Land - Ostern 2008

Für uns stellte sich gar nicht erst die Frage, wohin wir fahren, denn in den vorherigen Jahren sah es mit der Wassermenge auf den Bächen im „Ederland" gar nicht so gut aus. Doch jetzt hörten sich die Wasserstandsmeldungen von Hans aus Frankenberg recht viel versprechend an.

Los ging es frühmorgens mit voll gepackten Auto und Anhänger. Uns stand eine gut vierstündige Fahrt bevor. Das Wetter war lausig kalt, doch mit jedem Kilometer, dem wir näher ans Ziel kamen, wurde unsere Erwartung größer, endlich in die Boote zu steigen.

Unser erster Bach: die Nuhne - ein klarer Waldfluss mit vielen tückischen Hindernissen, wie umgestürzten Bäumen und alten Mühlenwehren schlängelt sich durch eine malerische Mittelgebirgslandschaft. Tim tat sich am Anfang etwas schwer mit den Ästen der umgestürzten Bäume, doch die Hindernisse wurden von allen mit Bravour um-, über- oder durchgefahren.

Erst am Ende der Strecke, als wir an kleinen Dörfern vorbei paddeln, begegnen wir einigen Wanderern. Zum Glück nahm mich ein Jäger mit zurück zu unserem Wagen an der Einstiegsstelle.

Am späten Nachmittag wartete Hans auf uns vor unserem großzügigen Quartier: 400 Quadratmeter Fläche zum Schlafen, Kochen und Essen und dazu eine Auswahl von 20 Duschen. Richtig geraten: wir übernachteten in einer Sporthalle. Dass es uns abends nicht langweilig wurde, ist klar: wir spielten Fußball und Basketball bis spät in die Nacht.

Am nächsten Tag frischten wir unsere Vorräte auf. Danach fuhren wir bei sonnig kalten Wetter in eine Höhe von 500 Metern zum Flüsschen Namens Orke. Dieser liegt landschaftlich in einer wunderschönen Umgebung und führt durch Wiesen und Wäldchen und sogar an einer Burg Namens Lichtenfels vorbei. An einigen Stellen, die gerade zu einluden, mit dem Kajak zu spielen, hielten sich Justus, Fabian und Sven länger auf.

Nachmittags befuhren wir ein Stück der Elsoff. Ein kleines Flüsschen, dass sich als zu steinig herausstellte, doch nach etwa 1,5 holprigen Kilometern bekamen wir endlich Fahrt, da immer mehr kleine Zuflüsse genug Wasser brachten. Hier mussten wir zum ersten Mal ein Hindernis umtragen, da mehrere Bäume verkeilt quer lagen. Eine gute Übung für Raffi und Tim, die trotz des kalten Wassers in ihren Neos ins schwitzen kamen.

Ein herrlicher Anblick boten uns am Abend die vielen Osterfeuer im Edertal, die wir vom Berg aus sahen. Bei einem Feuer ließen wir gemütlich den schönen Tag ausklingen.

Am Ostersonntag vergaß uns der Osterhase nicht, und für jeden lag etwas Schoki am Nachtlager. Das nennt man ein süßes Aufwachen......

Eher ein ruhiger Nebenfluss der Eder ist die Schwalm, den wir bei Regenwetter ziemlich schnell runter paddelten. Nachmittags klarte es zum Glück wieder auf. Fabian und Justus

fuhren mit den Abfahrtsbooten ein gutes Stück auf der Eder, während die anderen sich wieder mit Basketball spielen beschäftigten. Ich konnte die beiden gut mit den Wagen begleiten, da die Straße an der Eder entlang führt. Das Geld reichte noch für ein Essen im Gasthaus und so blieb an diesen Abend unsere Küche kalt. Trotz des nieseligen Wetters, paddelten wir am Abreisetag die Eder oberhalb Frankenbergs, um die beiden großen Wehre zu befahren. Zum Abschluss der Fahrt konnten dann alle mit Stolz behaupten: „Nuhne, Eder, Orke, Aar, die waren wunderbar."

Unsere Kleinflusspaddler

Unsere Kleinflusspaddler von links nach rechts: Dirk, Henning, Justus, Sven, Fabian, Tim und Raffael

Dirk Schürer