Oberalster, Verein für Wassersport

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Fechten

Deutsche Seniorenmeisterschaften 2011

Es ist kaum zu glauben: seit sechs Jahren gehören Dimitrie und ich zu den Senioren im Fechten. Immerhin ist es die jüngste Altersklasse. Dieses Jahr haben wir endlich die Chance genutzt, um die Deutschen Meisterschaften in dieser Disziplin im schönen Bad Dürkheim zu besuchen.

Da die Veranstalter annehmen, dass Senioren nicht mehr arbeiten müssen, beginnt das Turnier für die über Vierzigjährigen unverständlicherweise bereits an einem Freitag. Normalerweise, und als Nordlicht besonders, müsste man auch noch den Donnerstag freinehmen, um einigermaßen entspannt in der Ausstragungsstätte anzukommen. Doch so weit ging unsere Leidenschaft nun doch nicht. So machten sich am Donnerstagabend um 17.30 Uhr zwei eiserne Fechtsportler aus Hamburg auf den Weg nach Bad Dürkheim, um dort um 23.00 Uhr anzukommen. Das hatten wir geschafft.

Das Teilnehmerfeld war ausschließlich mit ambitionierten Fechtern bestückt, da sich diesen Punk kein Spaßfechter antut. Überrascht war ich daher, dass sich der Turnierleiter über die relativ geringe Teilnahme „beschwerte".

Fechterisch war es dann jedoch ein hochklassiger Wettkampf, bei dem nach einer Vorrunde ein direktes K.O. gefochten wurde. Sowohl Dimitrie als auch ich hatten uns mit knappen Siegen für die Plätze 5. und 6. der Direktausscheidung qualifiziert. Beide hatten wir deshalb ein Freilos. In der folgenden Runde war bei mir jedoch Schluss, denn nach einer unnötig langen Pause musste ich mich von meiner Verletzung geschlagen geben, ich konnte mich nicht ausreichend bewegen um meinen anerkennenswert guten Gegner zu schlagen. Was die Verletzungen im Turnierbetreib angeht, so sind „Senioren" eben anfälliger als „Aktive". Somit musste ich mich mit dem 9. Platz zufrieden geben.

Dimitrie war wesentlich besser zu Wege. Er konnte im Viertelfinale sicher gewinnen, um dann im Halbfinale gegen seinen Freund Peter, mit dem er schon zu Jugendzeiten in Russland fechterisch unterwegs war, zu fechten. Peter hatte immerhin im letzten Jahr die Europameisterschaften in dieser Altersklasse gewonnen.

Das Gefecht verlief auf hohem Niveau und Dimitrie konnte seine Klasse das ein und andere Mal aufblitzen lassen. Leider verlor er knapp, weil am Ende des Gefechts durch konditionelle Schwierigkeiten seineTreffsicherheit nachließ. Nach diesem Gefecht konnte er sich trotz der verpassten Gelegenheit über den dritten Platz freuen.

Peter hingegen hatte nach diesem Sieg wohl sicher geglaubt den Titel des deutschen Meisters mit nach Hause zu nehmen und verlor überraschend gegen Udo Jacobi im Finale. Dieser freute sich umso mehr über seinen erneuten Titelerfolg.

Auch wenn die Organisation dieses Wettbewerbs noch viel Luft nach oben hat, war es dennoch eine gelungene Premiere und wir haben uns vorgenommen es wieder zu versuchen.

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